Kyosho muss meine Träume gelesen haben. Denn sie haben ab ca. KW5/2009 eine Minium Edge im Angebot! Nur frage ich mich, warum das Seitenruder nicht angelenkt wird. Die Piper wird auch über Quer- und Seitenruder angesteuert.
Doch das hält mich nicht davon ab, mir eine solche Edge zuzulegen, sobald sie auf dem Markt ist! Als Besitzer einer Minium Cessna kenne ich die genialen Flugeigenschaften und ich hoffe die Edge wird ihrem großem Vorbild gerecht.
Sonntag. Wetter: Perfekt. Wind: mäßig. Beste Vorraussetzungen zum gemütlichen Fliegen. Also ab auf den Platz.
Angekommen. Vater hat seinen Flieger schnell zusammengebaut, Akku dran, Gas rein – und weg damit. Im wahrsten Sinne. Anlage war noch auf ein anderes Modell eingestellt. Das andere Modell hat kein V-Leitwerk. Ein dumpfes knack beendet den „Flug“. Sah schlimmer aus als es ist. Leitwerk ab, Rumpf einen kleinen Knick. Alles reparabel.
Kann passieren. Wir bauen die Helios auf, programmieren meine Anlage. Rudercheck – alles perfekt. Also auf die Wiese damit, Gas rein und los. Wow, geht gut. Doch plötzlich: Gas kann nicht mehr herausgenommen werden, Modell lässt sich nicht mehr steuern. Ebenfalls ein dumpfes Knack. Der Schaden ist relativ gering (gemessen an der Absturzhöhe), Rumpf hat ein knacks, Fläche sieht gut aus. Kann man bestimmt wieder herichten.
Kollege fliegt. Plötzlich fliegt nicht mehr der Kollege das Modell, es fliegt sich selbst. Natürlich nicht lange. Landung am Baum. Dumpfes Knacken nicht zu hören, zu weit weg . Ursache: Regler hat sich in eine Fackel verwandelt. Den restlichen Sonntagnachmittag stinkt es erbärmlich nach verbranntem Plastik.
Zu guter letzt werfe ich ein wenig meinen Angel. Übermut führt zu einer unsanften Landung auf dem rechten Flügel. Rumpf hat ein paar Risse, kann aber alles wieder hergestellt werden.
Nennt man sowas einen schwarzen Sonntag? Ich habe schon lange nicht mehr so viel „Kleinholz“ an einem Tag erlebt. Vor allem die Helios schmerzt.
Ich bin bekennder Freund der kleinen, elektrischen Flugzeuge. Bisher waren mir diese einfach viel zu teuer. Doch dank der LiPo-Technologie wurde die Komponenten immer billiger, und das größte Problem der Miniaturisierung – der Akku – endlich leicht und leistungsstark.
Kyosho war es, die 2007 die Minium-Serie auf den Markt brachte. 20g Modelle, 3 Kanal-Steuerung und voll propotionale Servos. Spannweite 380mm, bei einer Länge von 325mm.
Lange habe ich mit mir gehadert. Letztendlich hat die Vernunft verloren! Bei Parkflieger.de habe ich eine Minium Cessna in Grün für 89,-Eur gekauft. Und das Fliegerchen ist wirklich klein!
Heute war Jungfernflug meiner Helios 10e von Hyperion.
Der Flieger ist ein Spaß-/Kunstflugmodell in der 1m Klasse. Die Optik ist schön F3A-Like. Das Modell auf den Platz gestellt, Gas rein – Und hoch gehts. Flieg relativ neutral, reagiert unglaublich gitif auf die Querruder. Doch hängt er sehr an der Latte. Daher werde ich noch den Schwerpunkt und den Motorsturz erfliegen müssen. Daher ist eine wirklich fundierte Aussage nicht möglich und ich verschiebe mein Fazit.
Ein Minuspunkt ist das Fahrwerk. Das aber nur deshalb, weil es für unseren Platz (eine grobe Wiese) ungeeignet ist. Es ist bei zwei Landungen jeweils aus der Verschraubung gerissen (die aber auch nicht sehr fest, direkt im Holz angebracht ist). Da muss ich mir auch noch was einfallen lassen. Entweder ein Fahrwerk aus Stahldraht oder ein „biegsames“ Kohlefahrwerk. Vorerst werde ich es weg lassen, und eine Klapplatte verwenden.
Leider hatte ich keine Kamera dabei, doch beim Nächsten Flug gibts Bilder! Versprochen!
Doch ist der Preis mit 169,-Eur für einen Spaßflieger im Moment zu hoch. Dafür kaufe ich lieber etwas „richtiges“. Aber witzig ist es garantiert! Irgendwann werde ich bestimmt schwach.
Es gibt sie noch, die guten alten Holzbausätze. Ok, heute sind sie Lasergeschnitten und passen saugend, doch scheint mir das ein Projekt für den Winter zu werden:
Das Seitenleitwerk ist tatsächlich auf der Folie am Kohlerohr verklebt! Nach 5-10 Landungen (In weichem Gras!) löste sich die Folie und das Leitwerk wackelt. Ich werde die Folie nun im Bereich zum Kleben entfernen, dann sollte es halten. Eigentlich war es zu erwarten, und ich hätte es einfach vorher mal prüfen sollen.
Ansonsten ist mir sonst nichts bei der Sichtung des Modell aufgefallen. Die Ruderanlenkungen werde ich nochmal nachjustieren, damit sie leichter gehen. Den Schwerpunkt muss ich nochmal genau überprüfen. Laut Angaben des Herstellers soll er bei ca. 34% der Fläche liegen (37mm). Die EWD werde ich auch nochmal nachprüfen. Evtl. bekomme ich so das Abrissverhalten in den Griff.
Heute war Jungfernflug! GUT! Der Kleine lässt sich prima fliegen. Höhenruder ist relativ giftig. Außerdem habe ich bei sehr engen Kurven einen Abriss festgestellt. Doch es ist nicht so, dass es stört. Selbst ein SAL-Start verkraftet die Konstruktion. Wenn auch ein sehr sanften.
Hier kommen noch ein paar Bilder, wie Versprochen.