Sonntag. Wetter: Perfekt. Wind: mäßig. Beste Vorraussetzungen zum gemütlichen Fliegen. Also ab auf den Platz.
Angekommen. Vater hat seinen Flieger schnell zusammengebaut, Akku dran, Gas rein – und weg damit. Im wahrsten Sinne. Anlage war noch auf ein anderes Modell eingestellt. Das andere Modell hat kein V-Leitwerk. Ein dumpfes knack beendet den „Flug“. Sah schlimmer aus als es ist. Leitwerk ab, Rumpf einen kleinen Knick. Alles reparabel.
Kann passieren. Wir bauen die Helios auf, programmieren meine Anlage. Rudercheck – alles perfekt. Also auf die Wiese damit, Gas rein und los. Wow, geht gut. Doch plötzlich: Gas kann nicht mehr herausgenommen werden, Modell lässt sich nicht mehr steuern. Ebenfalls ein dumpfes Knack. Der Schaden ist relativ gering (gemessen an der Absturzhöhe), Rumpf hat ein knacks, Fläche sieht gut aus. Kann man bestimmt wieder herichten.
Kollege fliegt. Plötzlich fliegt nicht mehr der Kollege das Modell, es fliegt sich selbst. Natürlich nicht lange. Landung am Baum. Dumpfes Knacken nicht zu hören, zu weit weg
. Ursache: Regler hat sich in eine Fackel verwandelt. Den restlichen Sonntagnachmittag stinkt es erbärmlich nach verbranntem Plastik.
Zu guter letzt werfe ich ein wenig meinen Angel. Übermut führt zu einer unsanften Landung auf dem rechten Flügel. Rumpf hat ein paar Risse, kann aber alles wieder hergestellt werden.
Nennt man sowas einen schwarzen Sonntag? Ich habe schon lange nicht mehr so viel „Kleinholz“ an einem Tag erlebt. Vor allem die Helios schmerzt.